Erstmals gesehen, danach schlecht geschlafen!

 

Ein Kurzausflug nach Steyr brachte mich auf die Idee, die in der Nähe gelegene KZ Gedenkstätte Mauthausen anzuschauen. Was sich damals in diesem Lager abgespielt hat, davon habe ich in meinen Jugendjahren gehört.

Angekommen auf dem Parkplatz fiel mir eine groß angelegte, wie eine Festung errichtete Anlage mit Kontrolltürmen auf.

      

Ein großes starkes Holztor war der einzige Zugang in diese Anlage, durch die man damals hinein aber nicht wieder lebend hinauskam. Als ich durch dieses Tor durchging erblickte ich einen sehr langen und breiten Appellplatz. Wie sich später herausstellen sollte, mussten sich die gefangenen Frauen, Männer und Kinder dort täglich aufstellen, um „inspiziert“ zu werden. Linker Hand waren die Häftlingsbaracken und Zeltlager, rechter Hand gemauerte Blöcke wie die Kommandantur, die sogenannten Duschen und andere Lagerblöcke.

       

Was sich damals an diesem Ort ereignete, erfuhr ich mit dem Audio-Guide, welchen ich vor Ort erhielt. So wird man durch 24 Stationen in der Gedenkstätte geführt. Ich ging in den Keller zum Krematorium und zu den Tötungseinrichtungen und hörte mir die damaligen Ereignisse in diesem Lager Mauthausen an.

       

Betroffen und mit unbeschreiblichen Eindrücken darüber was damals geschehen war, verließ ich das ehemalige Konzentrationslager.

In dieser Nacht sind wohl die Eindrücke in meinem Schlaf nochmals vorübergezogen, denn ich hatte schlecht geschlafen.

Als ich am nächsten Tag aufwachte und über den Besuch dieser Gedenkstätte nachdachte war ich froh, dass ich heute in einem freien und schönen Österreich leben darf.

<<Fotos>>

K.B.